von | Okt. 20, 2007

Corporate Social Responsibility bedeutet einfach nur Verantwortung

BETRIEBS(ver)FÜHRUNGEN

Gunther
Nach den zwei Tagen beim Rat für Nachhaltige Entwicklung zum Thema CSR (Corporate Social Responsibility – unternehmerische Verantwortung) werde ich am Mittwoch für die Friedrich Ebert Stiftung in Berlin einen kleinen Vortrag zu dem Thema halten, dessen Name irgendwie bedenklich stimmt. Es ist mir ein Rätsel, was Corporate Social Responsibilty mehr aussagen soll, als das Wort unternehmerische Verantwortung. Aber die Begrifflichkeit ist mir auch ziemlich wurscht, den Vortrag habe ich eher chronologisch aufgebaut, in der Veranstaltungsankündigung aber eine nette Gliederung für die CSR-Darstellung gefunden, die ich einfach mal aus dem Gedächtnis mit unseren Inhalten gefüllt habe.

–        Verhalten gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und Mitbewerbern (Marktverhalten)
–        Soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern (mitarbeiterorientiertes Personalmanagement)
–        Umgang mit Ressourcen und Umwelt (umweltbezogene Nachhaltigkeit)
–        Auftreten in der örtlichen Gemeinde (regionales Engagement)

Vielleicht ergänzt sie Nina ja noch, sie hat ja aus den ganzen Preisbewerbungen eine eigenen Datenbank, an welcher Stelle welche Aktivität eingefügt werden sollte, dann sollte man das vielleicht auch auf die Nachhaltigkeitsseite der Homepage stellen.  Alles zu finden nach dem Klick auf "Mehr Corp.."

CSR in den vier Aufgabenfeldern
Beispiele der Möbelmacher:

1.  Verhalten
gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und Mitbewerbern (Marktverhalten)

(a) Kunden

Einzelanfertigung erfüllt persönliche Wünsche

Komplettlösungen für alle Räume bis zur Organisation der
Einweihungsfeier

Wohngesunde Einrichtungsberatung vom Schlafen über das
Wohnen bis zum Arbeiten

Rückenschule durch eigene Rückenschulleiterinnen

Kochkurse

Einladung zu kostenlosen Kinovorstellungen wie „We feed ther
world“ oder „Farmer John“

Kulturelle Veranstaltungen – klassische Konzerte,
Gitarrenkonzert, Lesungen (mit z.B. Zeitautor Christian Schüle), Podiumsdiskussionen, Tag der Regionen

Kostenloses Jahrbuch seit 12 Jahren

Weblog mit Dialogfunktion zu Nachhaltigkeitsthemen seit März
2005

Ständig aktualisierte Internetseite

Über alles informiert über den monatlichen Newsletter seit 1998

Montage auch im Urlaub

Kompletter Holzhausbau samt Einrichtung über den
Initiativkreis Holz aus der Frankenalb möglich

großzügige Ausstellung und regionales Musterhaus
(ausschließlich aus Produkten und Handwerkern der Region erstelltes Musterhaus,
bewohnt von einem der Geschäftsführer)

(b) Geschäftspartnern

Alle Zahlungen mit Skonto

Besuch aller Geschäfts- und Handelspartner Partner zum
Kennenlernen und Einschätzen der Umweltverträglichkeit deren Produktion

Bewerben der Partner im Jahrbuch, im Internet und durch die
Ausstellung der Produkte

Faire und realistische Absprachen zum geplanten Umsatz

Freundschaftlicher Umgang mit Vertretern

Gegenseitige Hilfen in allen Lebenslagen (Vorabeinkauf um
Liquidität des Partners zu erhöhen)

(c) Mitbewerbern

Pressesprecher und Vorstandsmitglied der Schreinerinnung

Organisation von gemeinsamen Anzeigenaktionen der
Innungsschreiner

Organisation der jährlichen Ausstellung und des
Designwettbewerbs „die gute Form“

Referate über Handwerksthemen bei Handwerkskammern

Einbeziehung von Kollegen im Initiativkreis Holz aus der
Frankenalb und beim Bau des regionalen Musterhauses

2.  Soziale
Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern (mitarbeiterorientiertes
Personalmanagement)

Jährliche Mitarbeiterbesprechungen

Vier-Tage Woche

Flexible Arbeitszeiten je nach persönlichen Bedürfnissen,
Teilzeit, Sonderregelungen

Organisation der täglichen gemeinsamen Mahlzeiten und Pausen

Gemeinsames Skifahren oder Sommerveranstaltung jährlich

Rückenschule

Übertarifliche Bezahlung

Förderung von eigenverantwortlichem
Arbeiten

Fortbildungen (Ernährungsexperte, Bodenlegen,
CNC-Programmierung)

Unterstützung von künstlerischen, ehrenamtlichen und
gemeinnützigen Engagement

3.  Umgang
mit Ressourcen und Umwelt (umweltbezogene Nachhaltigkeit)

Ausschließliche Verarbeitung ökologischer Materialien wie
Massivholz, Edelstahl, Glas, Linoleum, Leder und Naturfarben

Holz ausschließlich aus der Region

Ablehnung von unökologischen Baustoffen wie Spanplatten, den
meisten Kunststoffen, chemischen Lacken

Ökologischer Gewerbebau

Heizung von Gebäude, Musterhaus und den Trockenkammern
ausschließlich mit eigenen Abfallholz

Standards

Mülltrennung

Ökostrom

Regenwassernutzung

Pflasterung des Geländes führt nicht zur Versiegelung,
sondern ist wasserdurchlässig

Streuobstwiese

4.  Auftreten
in der örtlichen Gemeinde (regionales Engagement)

Ausräumen der Werkstatt und veranstalten des ersten Tags der
Regionen in Deutschland 1998

Gründung des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb,
Durchsetzung von vielen kommunalen Hackschnitzelheizungen und Bau des
regionalen Musterhauses

Planung und Durchsetzung von Hersbruck als erster Slow City
außerhalb Italiens

Engagement im regionalen Dehnberger Hof Theater im Vorstand

Engagement in allen (Förder-)vereinen: Naturschutzzentrum
Wengleinpark, Förderverein Gitarrenkonzert, Förderverein Kunstmuseum Hersbruck,
Altstadtfreunde Hersbruck, Heimat auf´m Teller, Gymnasium Hersbruck,
Kreiskrankenhaus Hersbruck, Eine Welt Verein Cocoyoc, Slow Food,
Dokumentationszentrum KZ Hersbruck, Collegium Musicum Hersbruck, Tierisch in
Action Hersbruck, Feuerwehrverein Unterkrumbach, Segelflieger Hersbruck, Ökumenischer
Verein für Flüchtlinge und Asylsuchende e.V. u.v.a..

Mitarbeit bei der Gewerbeschau Hersbruck seit 1997 mit
Kochshows und informativen Begleitprogramm zum Thmea Kochen

Einbringen der Pressekontakte (Zeit, Taz, brandeins,
Bayerisches Fernsehen, Bayerischer Rundfunk, Arte)

Mitarbeit in der Sustainable Excellence Group, die das
EFQM-Modell 2004 in Brüssel um die Thematik der Nachhaltigkeit erweitert hat

Teilnahme an der EU-Konferenz auf Zypern zum Thema „Stop
Diskrimination,“ als einer von drei deutschen Unternehmern 2006

Veranstaltung der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage mit
Konzerten, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Lesungen u.v.m.

Einladung zu wichtigen Kinofilmen zur Förderung des
Hersbrucker City-Kinos

Betriebsführungen für Kindergarten, Schüler, Studenten, Berufsgruppen und Handwerkssenioren.

+++++++++++++++++++++++

Die Sendung auf Bayern2Radio zum Thema über Faber Castell, Hess Natur und die Möbelmacher

Eine Seite über CSR der Möbelmacher, die ich selbst grad erst (wieder-)entdeckt hab.

2 Kommentare

  1. Gerhard Zirkel

    Hallo zusammen,

    nun habe auch ich den Weg zu diesem Blog gefunden.

    Eigentlich schlimm genug, dass man zum Thema Unternehmerische Verantwortung überhaupt Vorträge halten muss, sollte diese doch eigentlich selbstverständlich sein.

    Aber das Thema Verantwortung ist in unserer Gesellschaft scheinbar allgemein ein Fremdwort. Bei uns sind eh immer nur die anderen Verantwortlich, im Zweifelsfalle halt der Staat.

    Gerhard Zirkel
    *Verantwortlich für diesen Kommentar*

    Antworten
  2. Nachhaltig

    Nachhaltigkeitsvortrag beim Machinenhersteller Weinig

    Wir sind der größte Fan unseres Weinigautomaten. Das ist eine Hobelmaschine der Firma Weinig, durch die unser gesaates Holz durchläuft und die einfach nur Freude macht, weil sie keinen Ärger macht. Gerne referiere ich deswegen an deren Hausmesse (gegen…

    Antworten

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